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Gipfeltreffen mit genialer Kehrtwende

Spieltag13_Herren3Es muss nicht unbedingt eine Bundesliga-Begegnung sein, wenn man bei einem (Volleyball-)Spiel interessanten Sport und Spannung pur erleben möchte. Ein Spiel zwischen den beiden Spitzenreitern einer Bezirksklasse schafft das auch.
So geschehen am Samstag in der Münsteraner Halle des BW Aasee. Die dritte Herren der Sendenhorster Volleyballabteilung, bis dato ungeschlagener Tabellenführer, hatte den zweitplatzierten BW Aasee 4 vor sich. Eine mit Spannung erwartete Begegnung, BW hatte nach dem Hinrundenspiel (Sieg für die SG) noch eine ernsthafte Rechnung zu begleichen.
Zunächst sah es auch so aus, als ob dieses Vorhaben in Erfüllung gehen würde. Die jungen Sendenhorster waren nicht ganz bei der Sache. Besonders im Zuspiel lief einiges schief – und darauf baut bekanntlich ein guter Angriff drauf auf. Auch der Hinterfeld-Angriff war mit Fehlern gespickt. „Ich glaube meine Jungs dachten das läuft von alleine, 18 Siege haben wir jetzt schon, dann geht das jetzt auch mit links. BWA war aber richtig heiß auf eine Revanche“, analysiert Trainer Stefan Schubert die anfänglichen Schwierigkeiten. So plätscherte es dahin, es stand plötzlich 0:2 für Aasee (16:25, 21:25). Die zahlreich mitgekommenen Eltern, sich bewusst um die „Brisanz“ des Spiels, schlugen die Hände über den Köpfen zusammen.
Es ging weiter bergab, bis zum Stand von 18:22 sah alles danach aus als ob es ein glatter 0:3 Sieg für BWA werden würde. „Dann kam das was die Mannschaft auszeichnet: Unter enormen Druck sich derart in die Sache reinzusteigern dass man das Ding noch packt“, sagt Schubert. Mit 25:22 drehten sie das Spiel auf einen Schlag zum 27:25, es hatte „klick“ gemacht. Nicht ganz unschuld daran war bestimmt auch die zweite Herren der SG, die wegen einem anschließenden eigenen Spiel auftauchte und nun noch mehr Stimmung machte, die Halle brodelte. „Jetzt wird’s das erwartete Spitzenspiel“, hörte man einen Zuschauer sagen. Im vierten Satz hatten die Münsteraner keinen Hauch einer Chance, die dritte Herren wieder da, so wie man sie kennt. Das Zuspiel lief wieder wie am Schnürchen und die Bälle wurden dem BWA nur so vor die Füße geschossen, für Jugendliche in diesem Alter enorme Schlagkräfte wurden aufgebracht.
Nach dem ungefährdeten Satz mit 25:14 hieß es also Tie-Break. Und hier passierte das selbe wie zum Anfang. Es klappte einfach nicht. Die Pause zwischen den Sätzen tat dem jungen Team anscheinend nicht gut.. Mit 0:5 gingen sie baden. Über 2:7 und 7:10 tasteten sie sich langsam wieder harren. Wieder abgehoben sind sie mit einer fulminanten Aufschlagserie mit der sie zu 14:11 davon zogen. Es liefen teils zwei Spieler zum Ball so kämpferisch waren sie. „Man könnte meinen der Drops wäre gelutscht gewesen, der Sieg sicher“, meinte Schubert. Falsch gedacht. Die Sendenhorster ließen BWA wieder bis auf 14:14 heran. Erneute Schweißausbrüche bei Trainer und Zuschauern. In spannenden Szenen konnten sie aber noch den Satz und so mit den Sieg mit einem 17:15 eintüten. „Das war einfach ein geiles Spiel. Wir sind zwei Mal tot vom Boden wieder aufgestanden“, sagte Schubert, „Das war gut für die Moral, das bringt uns enorm weiter!“
Mit diesem Sieg ist die Tabellenspitze gesichert, der Aufstieg somit schon im Visier, sicher aber noch nicht allemal. „Es ist noch nichts in trockenen Tüchern“, so Schubert und übt sich in Bescheidenheit die man sonst nur zu gut von BVB-Trainer Klopp kennt.

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